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Im Maschinenbau übernehmen technische Kunststoffteile häufig tragende, führende, gleitende oder schützende Funktionen. Sie kommen unter anderem als Buchsen, Führungen, Rollen, Gleitplatten, Abdeckungen, Distanzteile und Präzisionsbauteile zum Einsatz. Wir fertigen Kunststoffteile für den Maschinenbau nach Zeichnung, CAD-Daten oder technischen Vorgaben als Einzelteil, Prototyp, Ersatzteil sowie in Klein- und Serienfertigung.
Technische Kunststoffe bieten Eigenschaften, die in vielen Maschinen und Anlagen gezielt genutzt werden können.
Je nach Werkstoff sind möglich:
geringe Reibung
hohe Verschleißfestigkeit
gute Maßhaltigkeit
geringes Bauteilgewicht
elektrische Isolation
Korrosionsbeständigkeit
chemische Beständigkeit
gute spanende Bearbeitbarkeit
Geräuschreduzierung
geringe oder keine zusätzliche Schmierung
Dadurch können Kunststoffteile metallische Komponenten teilweise ersetzen oder ergänzen.
Die Werkstoffauswahl sollte jedoch immer auf Grundlage der konkreten Belastung erfolgen. Temperatur, Kräfte, Geschwindigkeit, Feuchtigkeit, Chemikalien und erforderliche Toleranzen beeinflussen die Eignung erheblich.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen von einfachen Abstandshaltern bis zu komplex bearbeiteten Funktionsteilen.
Typische Kunststoffbauteile im Maschinenbau sind:
Führungsschienen
Gleitführungen
Gleitplatten
Buchsen
Rollen
Distanzringe
Abstandshalter
Anschläge
Zahnräder
Aufnahmeelemente
Halterungen
Montageplatten
Abdeckungen
Schutzplatten
Isolierteile
Dichtungsaufnahmen
Vorrichtungsteile
Verschleißleisten
Maschinenverkleidungen
kundenspezifische Präzisionsteile
Komplexe Geometrien können als Kunststoff-Frästeile gefertigt werden. Für rotationssymmetrische Komponenten wie Buchsen, Rollen oder Distanzringe eignen sich Kunststoff-Drehteile.
Die Anforderungen unterscheiden sich abhängig von der Funktion des jeweiligen Bauteils.
Eine Gleitführung benötigt beispielsweise andere Eigenschaften als ein Zahnrad, eine Schutzabdeckung oder eine hochpräzise Aufnahme.
Kunststoffteile können Zug-, Druck-, Biege- oder Stoßbelastungen ausgesetzt sein.
Dabei müssen sowohl die kurzfristige Belastung als auch die dauerhafte Beanspruchung berücksichtigt werden.
Kunststoffe können sich unter langfristiger Belastung anders verhalten als Metalle. Deshalb sollten Material und Bauteilgeometrie auf die konkrete Anwendung abgestimmt werden.
Bei bewegten Bauteilen spielt Verschleiß eine zentrale Rolle.
Führungen, Rollen, Gleitplatten oder Buchsen können dauerhaft mit anderen Komponenten in Kontakt stehen.
Werkstoffe wie PE 1000, POM-C oder PA 6 werden häufig eingesetzt, wenn gute Gleiteigenschaften mit ausreichender mechanischer Belastbarkeit kombiniert werden sollen.
Für Präzisionsbauteile sind Maßstabilität und geringe Verformung besonders wichtig.
Feuchtigkeit, Temperatur und innere Spannungen können die Abmessungen von Kunststoffteilen beeinflussen.
Bei engen Toleranzen sollte deshalb gezielt ein geeigneter Werkstoff ausgewählt und die Konstruktion kunststoffgerecht ausgelegt werden.
Maschinenbauteile können durch Motoren, Reibung, Prozesswärme oder Umgebungstemperaturen thermisch belastet werden.
Für höhere Temperaturen kommen beispielsweise PEEK oder PTFE infrage.
In Maschinen und Anlagen können Kunststoffteile mit Ölen, Fetten, Kühlmitteln, Reinigungsmitteln oder anderen Medien in Kontakt kommen.
Die Beständigkeit sollte immer gegenüber dem konkret eingesetzten Medium, dessen Konzentration und Temperatur geprüft werden.
POM-C gehört zu den häufig eingesetzten technischen Kunststoffen im Maschinenbau.
Der Werkstoff bietet:
gute Maßhaltigkeit
hohe Festigkeit
geringe Feuchtigkeitsaufnahme
gute Gleiteigenschaften
gute Zerspanbarkeit
günstiges Reibungsverhalten
Typische Anwendungen sind:
Buchsen
Führungen
Rollen
Zahnräder
Halterungen
Aufnahmeelemente
Präzisionsbauteile
POM-C eignet sich besonders für Bauteile, bei denen vergleichsweise enge Toleranzen und eine gute mechanische Stabilität erforderlich sind.
Auch POM-C-Platten können als Ausgangsmaterial für gefräste Maschinenbauteile eingesetzt werden.
PA 6 bietet eine hohe Zähigkeit und gute mechanische Eigenschaften.
Typische Einsatzbereiche sind:
Rollen
Buchsen
Zahnräder
Führungen
Lagerteile
mechanisch beanspruchte Komponenten
Zu berücksichtigen ist die Feuchtigkeitsaufnahme des Werkstoffs. Diese kann die Abmessungen und mechanischen Eigenschaften beeinflussen.
Bei besonders engen Toleranzen muss dieser Effekt bereits bei der Konstruktion berücksichtigt werden.
Für die Fertigung stehen auch PA-6-Platten zur Verfügung.
PE 1000 wird insbesondere für Gleit- und Verschleißanwendungen eingesetzt.
Der Werkstoff besitzt gute Gleiteigenschaften und eine hohe Abriebfestigkeit.
Typische Bauteile sind:
Führungsschienen
Gleitleisten
Gleitplatten
Verschleißleisten
Kettenführungen
Auflagen
Fördertechnik-Komponenten
PE 1000 eignet sich besonders für Anwendungen mit kontinuierlicher Bewegung und Reibung.
Als Ausgangsmaterial können PE-1000-Platten verwendet werden.
Je nach Belastung können auch PE 500 und PE 300 eingesetzt werden.
PE 500 bietet gute Verschleißeigenschaften und kann für mechanisch beanspruchte Führungs- und Gleitkomponenten eingesetzt werden.
PE 300 eignet sich eher für konstruktive Bauteile, bei denen Verschleiß und hohe mechanische Belastung weniger entscheidend sind.
Auch PE-300-Platten sind für individuelle Zuschnitte und Weiterbearbeitung verfügbar.
PTFE weist einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten und eine hohe chemische Beständigkeit auf.
Typische Anwendungen sind:
Gleitelemente
Dichtungskomponenten
Führungselemente
Isolationsteile
Lagerstellen
chemisch beanspruchte Bauteile
PTFE ist jedoch deutlich weniger steif als POM-C oder PEEK.
Bei präzisen und mechanisch hoch belasteten Bauteilen muss deshalb geprüft werden, ob der Werkstoff konstruktiv geeignet ist.
Als Halbzeug stehen unter anderem PTFE-Platten zur Verfügung.
PEEK ist ein Hochleistungskunststoff für besonders anspruchsvolle Anwendungen.
Der Werkstoff bietet unter anderem:
hohe Temperaturbeständigkeit
hohe mechanische Festigkeit
gute Maßstabilität
gute chemische Beständigkeit
hohe Verschleißfestigkeit
PEEK wird beispielsweise für stark belastete Präzisionsteile, Lagerkomponenten, Führungen oder Funktionsteile eingesetzt.
Aufgrund des höheren Materialpreises wird der Werkstoff meist gezielt dort verwendet, wo Standardkunststoffe technisch nicht ausreichen.
Für gefräste Bauteile können PEEK-Platten eingesetzt werden.
Polycarbonat kombiniert Transparenz mit hoher Schlagzähigkeit.
Typische Anwendungen im Maschinenbau sind:
Schutzscheiben
Sichtfenster
Maschinenabdeckungen
transparente Schutzverkleidungen
Gehäuseteile
Für Schutz- und Sichtanwendungen stehen auch Polycarbonat-Platten zur Verfügung.
Polypropylen bietet eine gute chemische Beständigkeit und geringe Feuchtigkeitsaufnahme.
Mögliche Anwendungen sind:
Abdeckungen
Behälterbauteile
Plattenkonstruktionen
chemisch beanspruchte Komponenten
Schutzteile
Für Anwendungen mit chemischen Medien kann auch PVC interessant sein.
Die konkrete Auswahl hängt von Temperatur, Belastung und eingesetzten Medien ab.
Nicht jede Maschinenbauanwendung erfordert einen steifen Thermoplast.
Bei elastischen Bauteilen können Silikonplatten eingesetzt werden.
Typische Anwendungen sind:
elastische Zwischenlagen
Dichtungen
Auflagen
Schutzlagen
Dämpfungselemente
temperaturbeanspruchte Komponenten
flexible Abstandselemente
Silikon besitzt eine hohe Elastizität und kann auch bei erhöhten Temperaturen eingesetzt werden.
Für konstruktive Entscheidungen sollten Härte, Temperaturbereich, Medienkontakt und mechanische Beanspruchung berücksichtigt werden.
Weitere Informationen zum Werkstoff bietet die Seite Silikon.
| Anwendung | Häufig geeignete Werkstoffe |
|---|---|
| Präzisionsteile | POM-C, PEEK |
| Führungen | PE 1000, POM-C, PA 6 |
| Gleitplatten | PE 1000, PTFE, POM-C |
| Buchsen | POM-C, PA 6, PTFE |
| Rollen | POM-C, PA 6, PE 1000 |
| Verschleißteile | PE 1000, POM-C, PA 6 |
| Hochtemperaturteile | PEEK, PTFE |
| Transparente Schutzteile | Polycarbonat |
| Chemisch belastete Teile | PTFE, PP, PEEK, PVC |
| Dämpfende oder elastische Teile | Silikon |
Die Tabelle dient als Orientierung. Für die endgültige Werkstoffauswahl müssen alle Betriebsbedingungen berücksichtigt werden.
Ein wesentlicher Einsatzbereich technischer Kunststoffe liegt in bewegten Maschinenteilen.
Gleitführungen, Verschleißleisten, Buchsen und Rollen können durch geeignete Kunststoffe mit niedrigen Reibwerten ausgestattet werden.
Das kann:
Reibung reduzieren
Schmierbedarf verringern
Geräusche senken
metallische Gegenflächen schonen
Standzeiten erhöhen
Gewicht reduzieren
PE 1000 eignet sich häufig für großflächige Gleit- und Verschleißteile.
POM-C ist dagegen besonders interessant, wenn zusätzlich höhere Maßhaltigkeit gefordert ist.
Auch in Förder- und Antriebssystemen werden technische Kunststoffe eingesetzt.
Typische Komponenten sind:
Kettenführungen
Gleitleisten
Rollen
Zahnräder
Distanzteile
Führungsplatten
Lagerkomponenten
Verschleißelemente
Die Auswahl hängt unter anderem von Geschwindigkeit, Druckbelastung, Reibung, Temperatur und Verschmutzung ab.
Für Anwendungen innerhalb der Antriebstechnik bietet sich ergänzend die Branchenseite Kunststoffteile für die Antriebstechnik an.
Kunststoffe verhalten sich bei der Bearbeitung und im Einsatz anders als Metalle.
Einflussfaktoren auf die Maßhaltigkeit sind:
Temperatur
Wärmeausdehnung
Feuchtigkeitsaufnahme
Bauteilgröße
Wandstärken
innere Spannungen
mechanische Lasten
konkrete Werkstofftype
Toleranzen sollten deshalb nicht automatisch aus einer Metallkonstruktion übernommen werden.
Gerade bei Passungen, Lagerstellen oder präzisen Führungen sollte die Konstruktion an den gewählten Kunststoff angepasst werden.
Die CNC-Kunststoffbearbeitung ermöglicht die Fertigung individueller Teile direkt aus Halbzeugen.
Mit Kunststoff-Frästeilen lassen sich unter anderem fertigen:
Montageplatten
Führungsschienen
Halterungen
Aufnahmeelemente
Gleitplatten
Vorrichtungsteile
Gehäuseteile
komplexe Funktionsteile
Möglich sind beispielsweise:
Taschen
Nuten
Bohrungen
Gewinde
Konturen
Durchbrüche
Stufen
Passbereiche
Ein Formwerkzeug ist dafür nicht notwendig.
Dadurch eignet sich die spanende Fertigung besonders für Einzelteile, Sonderlösungen und kleinere Serien.
Für rotationssymmetrische Bauteile bietet sich die Fertigung von Kunststoff-Drehteilen an.
Typische Drehteile sind:
Buchsen
Rollen
Distanzringe
Hülsen
Führungsringe
Lagerteile
Adapter
Verbindungselemente
Je nach Werkstoff und Geometrie lassen sich sowohl einfache als auch komplexe Drehteile herstellen.
Nicht jedes Bauteil muss spanend aus einem massiven Halbzeug gefertigt werden.
Für bestimmte Geometrien können auch Kunststoff-Biegeteile eingesetzt werden.
Typische Anwendungen sind:
Abdeckungen
Schutzhauben
Winkel
Verkleidungsteile
konstruktive Formteile
Bei transparenten Anwendungen kann beispielsweise Acrylglas oder Polycarbonat eingesetzt werden.
Für bestimmte Plattenmaterialien und Geometrien kann auch das Wasserstrahlschneiden eingesetzt werden.
Das Verfahren eignet sich insbesondere für flächige Bauteile und Konturen aus verschiedenen Kunststoff- und Elastomerwerkstoffen.
Für Entwicklungsprojekte kann auch der industrielle 3D-Druck eine sinnvolle Ergänzung sein.
Das Verfahren eignet sich insbesondere für:
Prototypen
Funktionsmuster
komplexe Geometrien
geringe Stückzahlen
kurzfristige konstruktive Tests
Welches Fertigungsverfahren wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt von Werkstoff, Stückzahl, Toleranzen und Bauteilgeometrie ab.
Viele Maschinenbauteile werden aus Kunststoffplatten gefertigt.
Typische Anwendungen sind:
Montageplatten
Gleitplatten
Führungen
Schutzplatten
Abdeckungen
Maschinenverkleidungen
Grundplatten
Vorrichtungsteile
Die Platten können zunächst zugeschnitten und anschließend gefräst, gebohrt oder anderweitig weiterbearbeitet werden.
Kunststoffrundstäbe sind ein typisches Ausgangsmaterial für gedrehte Bauteile.
Aus Rundstäben können beispielsweise Buchsen, Rollen, Distanzringe und Hülsen gefertigt werden.
Je nach Werkstoff stehen unterschiedliche Durchmesser und Eigenschaften zur Verfügung.
Eine Übersicht weiterer Ausgangsmaterialien bietet der Bereich Kunststoffhalbzeuge.
Im Maschinenbau werden häufig Bauteile benötigt, die beim ursprünglichen Hersteller nicht mehr verfügbar sind oder kurzfristig ersetzt werden müssen.
Kunststoffteile können anhand vorhandener Zeichnungen oder technischer Daten nachgefertigt werden.
Das ist beispielsweise interessant für:
ältere Maschinen
Sonderanlagen
Kleinserienmaschinen
individuelle Produktionsanlagen
nicht mehr verfügbare Ersatzteile
Auch konstruktive Anpassungen können im Rahmen der Nachfertigung berücksichtigt werden.
Die spanende Kunststoffbearbeitung ist nicht nur für Serien geeignet.
Gerade bei kleineren Stückzahlen bietet sie den Vorteil, dass kein spezielles Formwerkzeug benötigt wird.
Möglich sind:
Einzelteile
Prototypen
Ersatzteile
Kleinserien
Serienbauteile
Varianten
Sonderkonstruktionen
Damit lassen sich Bauteile bereits während der Entwicklungsphase fertigen und später mit demselben Verfahren wiederholt produzieren.
Für eine belastbare Prüfung und Kalkulation sollten möglichst vollständige technische Daten vorliegen.
Hilfreich sind:
technische Zeichnung
CAD-Datei
gewünschter Werkstoff
Stückzahl
Abmessungen
Toleranzen
Oberflächenanforderungen
Einsatztemperatur
mechanische Belastung
Bewegung und Reibung
Medienkontakt
besondere Anforderungen
Wenn der Werkstoff noch nicht festgelegt wurde, sollten die Betriebsbedingungen möglichst genau beschrieben werden.
Weitere Informationen zu möglichen Bearbeitungsverfahren finden Sie unter Kunststoffverarbeitung.
Häufig eingesetzt werden POM-C, PA 6, PE 1000, PE 500, PTFE und PEEK. Für transparente Schutzteile kann Polycarbonat verwendet werden. Silikon eignet sich für elastische Zwischenlagen, Dichtungen und Dämpfungselemente.
PE 1000 eignet sich häufig für Gleitführungen und Verschleißleisten. Wenn zusätzlich eine höhere Maßhaltigkeit und Steifigkeit erforderlich sind, kann POM-C eine geeignete Alternative sein.
POM-C wird häufig für präzise Bauteile eingesetzt. Bei höheren Temperatur-, Chemikalien- oder Belastungsanforderungen kann PEEK infrage kommen.
Ja. Fräs- und Drehteile können anhand technischer Zeichnungen oder CAD-Daten gefertigt werden. Möglich sind Einzelteile, Prototypen, Ersatzteile sowie Klein- und Serienfertigungen.
Teilweise. Ob ein Austausch sinnvoll ist, hängt von Belastung, Temperatur, Toleranzen, Reibung und weiteren Einsatzbedingungen ab. Die Konstruktion sollte gegebenenfalls an die Eigenschaften des Kunststoffs angepasst werden.
Wenn Sie für Maschinenbau passende Kunststoffbauteile, Halbzeuge oder bearbeitete Komponenten suchen, unterstützen wir Sie bei Werkstoffauswahl, Zuschnitt und technischer Umsetzung.
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