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Stegplatten als Überdachung: Vorteile, Aufbau und Materialwahl

Stegplatten als Überdachung: Vorteile, Aufbau, Materialien im Vergleich. Jetzt informieren über Polycarbonat, Acryl, PETG & Tipps zur Montage.


Stegplatten haben sich als beliebte Lösung für Überdachungen in privaten und gewerblichen Bereichen etabliert. Ob Terrassenüberdachung, Carport, Gewächshaus oder Vordach – sie bieten eine gelungene Kombination aus Lichtdurchlass, Stabilität und Witterungsbeständigkeit. Im Gegensatz zu klassischen Glas- oder Metalllösungen zeichnen sich Stegplatten durch ihr geringes Gewicht, ihre einfache Verarbeitung und ihre Vielseitigkeit aus.

Besonders bei Heimwerkern erfreuen sie sich großer Beliebtheit, da sie sich mit handelsüblichem Werkzeug zuschneiden und montieren lassen. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte über die Vorteile, den typischen Aufbau und die richtige Materialwahl bei der Nutzung von Stegplatten als Überdachung.

Was sind Stegplatten?

Stegplatten bestehen aus zwei oder mehreren parallel verlaufenden Kunststoffschichten, die durch senkrechte Stege miteinander verbunden sind. Diese Konstruktion bildet eine Art Hohlkammerstruktur, die sowohl stabilisierend als auch isolierend wirkt. Der Fachbegriff dafür lautet Mehrfachstegplatten oder auch Hohlkammerplatten. Je nach Dicke, Anzahl der Wandschichten und Steganordnung variieren die Eigenschaften deutlich.

So gibt es Platten mit zwei Wänden und einfachen Stegen ebenso wie komplexere Varianten mit X-Strukturen für erhöhte Tragkraft und bessere Wärmedämmung. Die bekanntesten Materialien sind Polycarbonat, Acryl (PMMA) und PETG, die sich in Bezug auf Lichtdurchlass, Bruchfestigkeit und UV-Beständigkeit unterscheiden.

Vorteile von Stegplatten als Überdachung

Stegplatten bieten zahlreiche Eigenschaften, die sie für den Einsatz als Überdachung besonders attraktiv machen:

1. Hohe Lichtdurchlässigkeit:
Je nach Material und Ausführung lassen Stegplatten bis zu 80 % des Tageslichts durch. Das sorgt für eine helle, freundliche Atmosphäre unter der Überdachung, ohne auf den Schutz vor Regen verzichten zu müssen.

2. Witterungsbeständigkeit:
Dank moderner UV-beständiger Beschichtungen halten Stegplatten selbst intensiver Sonneneinstrahlung, starkem Regen, Hagel und Schneelasten stand. Besonders Polycarbonat ist extrem schlagzäh und eignet sich daher auch für exponierte Lagen.

3. Gute Wärmeisolierung:
Durch die Luftkammern zwischen den Stegen bieten Stegplatten eine deutlich bessere Isolierung als einfache Wellplatten oder Glas. Das reduziert Hitzestau im Sommer und hält bei Bedarf auch kältere Temperaturen besser ab.

4. Geringes Gewicht:
Im Vergleich zu Glas oder Metall sind Stegplatten deutlich leichter. Das erleichtert nicht nur Transport und Handhabung, sondern reduziert auch die Anforderungen an die Tragstruktur.

5. Hohe Stabilität:
Trotz ihres geringen Gewichts sind moderne Stegplatten sehr biegefest, belastbar und hagelresistent (je nach Materialstärke). Das macht sie zur idealen Wahl für dauerhafte Überdachungslösungen im Außenbereich.

Typischer Aufbau einer Überdachung mit Stegplatten

Beim Aufbau einer Überdachung mit Stegplatten kommt es auf die richtige Unterkonstruktion, die passende Neigung und die fachgerechte Befestigung an.

Unterkonstruktion und Gefälle

Die Platten werden in der Regel auf einer Konstruktion aus Aluminium, Stahl oder Holz verlegt. Wichtig ist ein Neigungswinkel von mindestens 5 Grad, um das Ablaufen von Regenwasser zu gewährleisten und Staunässe zu vermeiden.

Befestigung

Stegplatten werden meist mit speziellen Schrauben, Abstandshaltern und Dichtprofilen befestigt. Dabei sollten Ausdehnungsspielräume berücksichtigt werden, da sich die Platten bei Hitze ausdehnen können.

Abschlussprofile

Oben, unten und seitlich werden Aluminium- oder Kunststoffprofile eingesetzt, um die Platten vor Schmutz, Feuchtigkeit und Insekten zu schützen.

Reinigung und Wartung

Einmal jährlich sollte die Oberfläche mit Wasser und einem weichen Tuch gereinigt werden. Kratzende Schwämme oder aggressive Reiniger sind zu vermeiden.

Materialwahl: Polycarbonat, Acryl oder PETG?

Die Wahl des Materials beeinflusst Lichtdurchlass, Bruchfestigkeit, UV-Beständigkeit und Preis.

Material Vorteile Nachteile
Polycarbonat Sehr schlagzäh, UV-beständig, langlebig Leicht anfällig für Kratzer
Acryl (PMMA) Sehr lichtdurchlässig, kratzfest Spröde bei Kälte, geringere Schlagzähigkeit
PETG Günstig, transparent, formbar Weniger UV-beständig, geringe Lebensdauer

Empfehlung: Für langlebige Terrassen- oder Carportüberdachungen ist Polycarbonat die robusteste Wahl. Acryl eignet sich besonders für lichtoptimierte Dachlösungen wie Wintergärten. PETG ist eher eine wirtschaftliche Lösung für temporäre oder innenliegende Konstruktionen.

Fazit

Stegplatten als Überdachung bieten eine ideale Kombination aus Funktionalität und Design. Mit der richtigen Materialwahl, einer passenden Unterkonstruktion und fachgerechter Verlegung entsteht eine dauerhafte, lichtdurchflutete Überdachung für verschiedenste Einsatzzwecke. Achten Sie auf qualitativ hochwertige Platten, idealerweise mit UV-Schutz und entsprechender Materialstärke – so profitieren Sie viele Jahre von Ihrer Investition.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange halten Stegplatten als Überdachung?
Je nach Material und Pflege liegt die Lebensdauer zwischen 10 und 25 Jahren.

Sind Stegplatten begehbar?
Nein, sie sind nicht für die Begehung geeignet. Wartungsarbeiten sollten über Plattenlager oder Laufbohlen erfolgen.

Können Stegplatten vergilben?
Ohne UV-Schutz können sie mit der Zeit vergilben. Achten Sie daher auf UV-stabilisierte Qualitätsprodukte.

Welche Farbe ist ideal für eine Überdachung?
Klar oder opal-weiß sind am beliebtesten. Klare Platten lassen mehr Licht durch, opale bieten besseren Blendschutz.




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