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PVC zählt zu den wichtigsten technischen Kunststoffen. Entscheidend dafür ist die ausgewogene Kombination aus Steifigkeit, Maßhaltigkeit, chemischer Resistenz, guter elektrischer Isolationsfähigkeit und problemloser Bearbeitung. Für Konstruktion, Anlagenbau, Gehäuse, Umwelttechnik und zahlreiche technische Anwendungen bietet Hart-PVC eine stabile, wirtschaftliche und verlässlich kalkulierbare Lösung.
Die folgenden Kapitel stellen die Eigenschaften strukturiert dar, ordnen sie praxisnah ein und erleichtern die Materialentscheidung.
| Eigenschaft | Typischer Wert / Bereich | Bedeutung in der technischen Anwendung |
|---|---|---|
| Dichte | ca. 1,38 g/cm³ | formstabil, robust, höheres Gewicht als PE/PP |
| Temperaturbereich (dauerhaft) | –10 °C bis +60 °C | zuverlässig für Technik- und Innenanwendungen |
| Vicat-Erweichung | 74–80 °C | Grenze für wärmebelastete Bauteile |
| Zugfestigkeit | ca. 45–55 MPa | stabil für Platten, Abdeckungen, Gehäuse |
| E-Modul | ca. 2.500–3.000 MPa | hohe Steifigkeit, geringe Durchbiegung |
| Chemische Beständigkeit | sehr gut | ideal für Anlagen-, Umwelt- und Chemietechnik |
| Elektrische Eigenschaften | sehr gute Isolierung | geeignet für Elektroabdeckungen und Trennplatten |
| Wasseraufnahme | < 0,5 % | dimensionsstabil auch bei Feuchtigkeit |
| Bearbeitbarkeit | sehr gut | Sägen, Fräsen, Bohren, Kleben, Warmformen |
Weiterführende Varianten und Plattenstärken:
PVC-Platten
Hart-PVC ist ein amorpher Thermoplast mit hoher Formstabilität und sehr guter Maßhaltigkeit. Die geringe Feuchtigkeitsaufnahme sorgt dafür, dass sich der Werkstoff auch in wechselnden klimatischen Bedingungen zuverlässig verhält. Die Struktur des Materials macht es selbstverlöschend, was in technischen Bereichen ein relevanter Sicherheitsaspekt ist.
Die Schlagzähigkeit liegt unter ABS oder PE-HD, ist jedoch für typische technische Anwendungen ausreichend. Hohe Steifigkeit und gute chemische Stabilität machen Hart-PVC besonders vielseitig einsetzbar.
Der dauerhafte Einsatzbereich liegt zwischen –10 °C und +60 °C. Innerhalb dieses Bereichs bleibt das Material formstabil und mechanisch zuverlässig.
Wichtige Punkte für die Praxis:
Ab über 60 °C verliert PVC spürbar Steifigkeit.
Die Vicat-Erweichung bei 74–80 °C markiert die Grenze für Formbeständigkeit.
Unter 0 °C steigt die Sprödigkeit – stoßartige Belastungen vermeiden.
Für dauerhaft hohe Temperaturen eignen sich PET, PC oder PEEK besser.
Bearbeitung bei thermischer Belastung:
Kunststoffbearbeitung
Hart-PVC kombiniert gute Zugfestigkeit, hohe Druckfestigkeit und ein ausgeprägtes E-Modul. Dadurch eignet sich der Werkstoff besonders für Abdeckungen, konstruktive Bauteile, Montageplatten und Gehäuseteile.
hohe Steifigkeit → geringe Durchbiegung
gute Druckfestigkeit → stabil bei flächigen Belastungen
geringe Kriechneigung → langfristig maßhaltig
ausreichende Schlagzähigkeit für Innen- und Technikbereiche
Vergleichende Einordnung:
steifer als PP, PE-HD, PETG
schlagzäher ist ABS – dafür chemisch weniger beständig
PC bietet höhere Zähigkeit, ist jedoch kostenintensiver
Präzise Frästeile aus Hart-PVC:
Frästeile
Hart-PVC ist besonders resistent gegen eine Vielzahl technischer Medien. Dies macht es zum bevorzugten Material im Apparate-, Anlagen- und Lüftungsbau.
Säuren (z. B. Salzsäure, Schwefelsäure)
Laugen
viele Salze
Alkohole
Öle und Fette
wässrige Lösungen
aromatischen Kohlenwasserstoffen (z. B. Toluol)
chlorierten Kohlenwasserstoffen (z. B. Chloroform)
Ketonen (z. B. Aceton)
Werkstoffdaten:
PVC Werkstoffdaten
Durch die sehr geringe Wasseraufnahme und konstante elektrische Festigkeit eignet sich Hart-PVC hervorragend für:
Schaltkasten-Abdeckungen
Trennplatten
Elektrogehäuse
Montageplatten
Auch in feuchten Umgebungen bleibt PVC elektrisch stabil – ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Kunststoffen.
Hart-PVC lässt sich problemlos fräsen, sägen, bohren, warmformen und kleben. Lösemittelklebstoffe erzeugen eine feste, homogene Verbindung, indem sie die Oberfläche kurzzeitig anlösen.
Schnittkanten sauber ausführen → weniger Spannungsspitzen
Hitzeentwicklung vermeiden → Material bleibt formstabil
beim Schweißen → Temperaturfenster exakt einhalten
Details zur Verarbeitung:
Kunststoffbearbeitung
Apparate- und Behälterbau
Lüftungs- und Umwelttechnik
Maschinenverkleidungen
Gehäuse und Abdeckungen
Elektroinstallation (Montageplatten, Trennplatten)
Abdeck- und Trägerplatten
Verwandte Materialien:
Weich-PVC – flexibel, dämpfend
PVC-Hartschaumplatten – leicht, dekorativ
steifer
bessere Medienbeständigkeit
leichter zu bearbeiten
formstabiler
geringere Schlagzähigkeit
chemisch resistenter
weniger schlagzäh
kostengünstiger
deutlich geringere Bruch- und Schlagfestigkeit
PVC ist besonders geeignet, wenn:
hohe Steifigkeit und Formhaltigkeit benötigt werden
Bauteile mit Chemikalien oder Feuchtigkeit in Kontakt kommen
geringe Wasseraufnahme entscheidend ist
präzise Fräs- oder Zuschnittarbeiten geplant sind
Für hohe Schlagzähigkeit oder extreme Temperaturen sollten Alternativen wie ABS, PE-HD oder PC geprüft werden.
Gesamtes Plattensortiment:
Kunststoffplatten
Welche Temperaturen hält PVC dauerhaft aus?
Bis etwa 60 °C bleibt PVC formstabil; darüber nimmt die Steifigkeit ab.
Wie fest ist Hart-PVC?
Hohe Zug- und Druckfestigkeit kombiniert mit ausgeprägter Steifigkeit – ideal für technische Bauteile.
Wie chemisch beständig ist PVC?
Sehr beständig gegenüber Säuren und Laugen; empfindlich gegenüber Lösungsmitteln wie Aceton.
Wann ist Weich-PVC sinnvoll?
Wenn Flexibilität, Dämpfung oder Dichtfunktion erforderlich sind.