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Leichte, vibrationsfeste und temperaturbeständige Kunststoffe prägen die Entwicklung moderner Drohnen und UAVs. Sie ermöglichen robuste Strukturen, präzise optische Abdeckungen und effiziente Leichtbaukonstruktionen, die den hohen Anforderungen unbemannter Systeme gerecht werden.
Unbemannte Systeme müssen leicht, energieeffizient und zuverlässig sein. Kunststoffe bieten hierfür ideale Voraussetzungen: geringe Dichte, hohe Stabilität, Korrosionsfreiheit und freie Formgestaltung. Mit modernen Fertigungsverfahren lassen sich Bauteile schnell, präzise und kosteneffizient herstellen, selbst in kleinen Serien.
Kunststoffe für Drohnen müssen intensiven Vibrationen standhalten, ohne sich zu verformen oder zu reißen. Gleichzeitig sind Temperaturwechsel, UV-Einstrahlung und Feuchtigkeit zu berücksichtigen. Auch die optische Qualität bestimmter Bauteile – insbesondere von Schutzabdeckungen für Kameras oder Sensoren – spielt eine wichtige Rolle. Eine konstante Formstabilität im Flug ist dabei entscheidend für die Systempräzision.
Polycarbonat vereint hohe Schlagzähigkeit, Transparenz und Vibrationsfestigkeit. Diese Eigenschaften machen es zum bevorzugten Material für Sensorfenster, Kameraschutz, leichte Strukturteile oder Propellerschutzringe. Aufgrund seiner Robustheit bleibt es auch unter mechanischer Dauerbelastung zuverlässig. Mehr zum Material: Polycarbonat.
Acrylglas (PMMA) bietet eine exzellente optische Klarheit und ein sehr geringes Gewicht. Es wird häufig für Kameradome, transparente Gehäuse oder Abdeckungen eingesetzt, bei denen ein hochwertiges Bild- oder Sensorsignal erforderlich ist. PMMA ist UV-stabil, jedoch weniger schlagfest als Polycarbonat. Details finden Sie unter Acrylglas.
Polyamid (PA6/PA66) und POM eignen sich für anspruchsvolle mechanische Bauteile, etwa Gehäusemodule, Befestigungselemente oder bewegliche Komponenten. Sie sind leicht, zäh, verschleißfest und unempfindlich gegenüber Schwingungsbelastungen. Hochtemperaturwerkstoffe wie PEI oder PPSU werden bei besonders anspruchsvollen Umgebungen eingesetzt.
UAVs benötigen klare und belastbare Abdeckungen für Kameras, Infrarotsensoren oder LIDAR-Systeme. Polycarbonat bietet dafür eine hohe Schlagfestigkeit und gute Transparenz, während PMMA die bestmögliche optische Qualität liefert. Die Wahl hängt von der Priorität zwischen Bildqualität und mechanischer Belastbarkeit ab. Temperaturwechsel und UV-Einwirkung werden bereits in der Werkstoffauswahl berücksichtigt.
Das Laserschneiden ermöglicht filigrane und leichte Bauteile mit hoher Maßhaltigkeit. UAV-Rahmen, Abdeckplatten, Sensorhalter oder Propellerschutzstrukturen lassen sich schnell und kostensicher fertigen. Mehr dazu: Laserschneiden.
Der industrielle 3D-Druck bietet maximale Flexibilität für komplexe Geometrien und schnelle Entwicklungszyklen. Funktionsgehäuse, aerodynamische Elemente und maßgeschneiderte Komponenten profitieren von hoher Stabilität und geringem Gewicht. Weitere Informationen: Industrieller 3D-Druck.
| UAV-Bauteil | Anforderungen | Geeignete Kunststoffe |
|---|---|---|
| Sensorabdeckungen | Klarheit, Schlagzähigkeit | Polycarbonat, PMMA |
| Gehäusemodule | Vibrationsfestigkeit, Temperaturbeständigkeit | PA, POM, PC |
| Tragende Strukturteile | Steifigkeit, Gewicht | PA, Carbon-PC-Mischungen |
| Propellerschutzringe | Robustheit, geringes Gewicht | Polycarbonat |
| Elektronikmodule | Isolierung, Formstabilität | POM, PEI |
Die Tabelle verdeutlicht, dass je nach Einsatzbereich unterschiedliche Eigenschaften priorisiert werden. Die richtige Materialwahl beeinflusst Stabilität, Langlebigkeit und Flugeffizienz.
Kunststoffe ermöglichen robuste, leichte und präzise Bauteile für Drohnen und UAVs. Mit ihrer Kombination aus Vibrationsfestigkeit, optischer Qualität, Temperaturbeständigkeit und Designfreiheit sind sie ideal für unbemannte Systeme geeignet. Neue Polymermischungen und optimierte Fertigungsverfahren verstärken diesen Trend und tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit zukünftiger UAV-Generationen weiter zu steigern.